Outernet ist ein Kunstwort, das vor allem die Erweiterte Realität im Fokus hat und die damit verbundene Veränderung virtueller wie realer Lebensverhältnisse beschreiben möchte.
Handy-Reiseführer wie "Wikitude" und "Cyclopedia" zeigen dank GPS-Ortung und digitalem Kompass in Echtzeit an, auf welche Sehenswürdigkeiten man gerade blickt; die Infos erscheinen direkt im Display, im Foto der Umgebung. Trendforscher rechnen sogar damit, dass sich Handy-Nutzer künftig Filter einrichten, um die Informationsflut zu ordnen - und ihre Umwelt zu personalisieren: Der Klassikfan bewegt sich im Mozart-Modus durch Wien, der Popfan im Falco-Modus; der italophile Tourist lässt sich Pizzerien in der Umgebung empfehlen, aber auf keinen Fall griechische Restaurants. Auch das Marketing wird individueller: Handy-Besitzer erhalten künftig den richtigen Tipp zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Die Folge all dieser Innovationen: Das Handy weiß, wer wir sind. Umso größer wird die Gefahr des Missbrauchs.
Montag, 29. November 2010
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